In diesem persönlichen Bericht erzähle ich, wie mein Weg zur Ärztin mich über Ländergrenzen hinweg – und durch sehr unterschiedliche Gesundheitssysteme – geführt hat. Was als klarer Kindheitstraum begann, entwickelte sich zu einem Weg voller Umwege, gewonnener Erkenntnisse und einer neuen Art von Mission.
Warum ich nicht in Südafrika studiert habe – und trotzdem Ärztin wurde
Ich bin Nora.
Schon als Kind wusste ich immer, dass ich Ärztin werden wollte. Es war nichts, das ich unterwegs entdeckte; es war etwas, das ich von klein auf in mir trug.
Ich war zwölf, als ich meine erste Operation hatte. Ich erinnere mich, wie ich im Krankenhausbett lag und alles um mich herum beobachtete, die Krankenschwestern, die zielstrebig arbeiteten, die Ärzte, die konzentriert und gefasst waren. Es gab eine gewisse Rhythmik in allem. Selbst als Patientin fühlte ich mich dort ruhig. Diese Erfahrung entfachte etwas in mir. Ich verstand es damals nicht vollständig, aber ich wusste, dass Medizin das war, was ich machen wollte.
Gegen Ende der Sekundarschule sagte mein Vater mir, ich würde an der University of Pretoria, School of Medicine in Südafrika, Medizin studieren. Ich war aufgeregt und bereit, die Reise zu beginnen, über die ich so lange nachgedacht hatte.
Aber nachdem ich meinen Abschluss gemacht hatte, änderte er seine Meinung, aus Gründen, die nur er kannte. Es war verwirrend und enttäuschend, aber manchmal gibt es im Leben keine Erklärungen. Glücklicherweise suchten meine Eltern weiter nach anderen Möglichkeiten. Mithilfe meines Nachhilfelehrers für Organische Chemie entdeckten sie eine medizinische Universität in der Ukraine, und kurz darauf war ich auf dem Weg dorthin.






