Offizielle Expertenantwortvor 10 Monaten
Hallo Mustafa, deine Sorge ist sehr nachvollziehbar. Eine Wartezeit von zwei Jahren für die Approbation ist tatsächlich realistisch, vor allem für Ärzt:innen aus Nicht-EU-Staaten. In manchen Bundesländern geht es schneller, zum Beispiel in Thüringen mit etwa zehn Monaten oder in Sachsen-Anhalt mit rund einem Jahr. In anderen Bundesländern wie Sachsen oder Hamburg kann der Prozess aber bis zu 24 Monate dauern. Die Gründe liegen oft in fehlenden oder nachzureichenden Unterlagen, langen Wartezeiten auf einen Termin für die Kenntnisprüfung sowie in der Überlastung der Behörden. Zwar gibt es gesetzlich eine Bearbeitungsfrist von vier Monaten nach Eingang vollständiger Unterlagen, in der Praxis wird diese aber selten eingehalten. Während der Wartezeit kannst du in vielen Fällen mit einer befristeten Berufserlaubnis für bis zu zwei Jahre arbeiten, sofern du die Fachsprachprüfung (FSP) bestanden hast und noch auf die Kenntnisprüfung wartest. Deshalb sind zwei Jahre Wartezeit nicht ungewöhnlich und spiegeln leider die Realität vieler internationaler Ärzt:innen wider. Viele Grüße, Sophie